Veröffentlicht inGut zu wissen

Italienische Desserts: Eine kulinarische Reise durch alle 20 Regionen des Landes

Möchtest du Italien einmal aus einer ganz anderen Perspektive entdecken? Dann schlemme dich doch einmal durch die verschiedenen italienischen Desserts. Unser Guide zeigt dir, welche du unbedingt probieren musst.

Eine große Auswahl an italienischen Gebäcken nebeneinander gereiht für den Tag der italienischen Küche mit unseren Fokus auf italienische Desserts.
Italienische Desserts zeichnen sich vor allem durch ihre regionalen Besonderheiten aus. © Getty Images/ gaffera

Von der kleinsten bis zu der größten, vom nördlichsten bis zum südlichsten und westlichsten bis zum östlichen: Wir haben alle 20 Regionen Italiens genau unter die Lupe genommen und stellen dir jeweils ein repräsentatives Dessert vor. Jedes einzelne ist geprägt von den Besonderheiten seiner Herkunft. Regionale Bedingungen wie historischer, kultureller und geografischer Kontext beeinflussen die verwendeten Lebensmittel, die Zubereitung und die Entstehungsgeschichte der ausgewählten Rezepte. Jedes ist so einzigartig wie seine Region, doch sie teilen sich alle das Adjektiv “italienisch”. Komme mit auf diese Reise und entdecke, wie vielseitig italienische Desserts sind.

Italienische Desserts: So hast du Italien noch nie entdeckt

Neben den Zutaten und den Zubereitungs-Schritten wirst du bei allen 20 italienischen Desserts eine kleine Einführung zu der Region, ihren kulinarischen Besonderheiten und der Geschichte des ausgewählten Gerichtes finden. So lernst du durch die Legenden, Orte, Figuren und Traditionen, die mit den Speisen verbunden sind, mehr über die vielen Seiten Italiens.

3 italienische Desserts aus Kalabrien, Sizilien und Venetien

Die ersten drei, die wir dir vorstellen wollen, kennst du wahrscheinlich bereits. Sowohl die Desserts als auch die Regionen sind weit über die Grenzen Italiens bekannt. Finde heraus, was hinter den Klassikern aus Kalabrien, Venetien und Sizilien steckt. Und erkunde mit ihnen weite Strände, bedeutenden Städte und die größte Insel des Mittelmeers.

Nachspeisen-Klassiker aus Italien: 4 italienische Keks-Rezepte für den kleinen und großen Hunger

Die nächste Kategorie verbindet vier Regionen aus dem Norden, dem Osten und dem Süden Italiens miteinander. Alle vier kann man als Kekse bezeichnen, doch werden sie dir zeigen, wie viel hinter diesem Begriff steckt. Mit verschiedenen Zutaten, Zubereitungsarten und Aussehen steht jede Kekssorte für ihre spezielle Region.

Ein kleiner Berg aus aufeinandergestapelten Tegole Valdostane auf einem Holzuntergrund von vielen Haselnüssen umgeben.

Die Tegole Valdostane sind hauchdünne Haselnuss-Mandelkekse aus der kleinsten Region Italiens: dem Aostatal. Inmitten der Alpen liegend hat sich hier eine ganz eigene kulinarische Tradition entwickelt, die sich die regionalen Produkte zunutze macht.

Das Aostatal grenzt an die Schweiz und Frankreich. Die einzige inneritalienische Grenze ist zu der Nachbarregion Piemont. Im Gegensatz zu dem kleinen Aostatal, handelt es sich hierbei um eine der größten Regionen Italiens. Und ganz groß ist auch der Geschmack der aus Piemont stammenden Baci di Dama!

Ein Teller mit vielen Baci di Dama nebeneinanderliegend, umrandet von gerösteten Haselnüssen, Schokoladenstücken und weiteren Keksen, von oben.
Mehrere Pizzelle aufeinander gestapelt und in Stücke gebrochen auf einem gestreiften Geschiertuch liegend vor einem Holzhintergrund, von oben.

Vom Norden reisen wir nun in den Osten und von den Alpen an die Adriaküste! Mit den Pizzelle aus den Abruzzen. Anis und ein spezielles Waffeleisen geben diesen knusprigen Keksen ihren einzigartigen Geschmack und Aussehen.

Wir schließen unsere Keks-Reihe mit der südlichsten Region der Kategorie ab: Basilikata mit den Strazzate. Wir kommen zurück zu den Mandeln des ersten Rezepts. Dieses italienische Dessert ist aber verfeinert mit Kaffee und Kräuterlikör!

Mehrere Strazzate Kekse liegen auf einem runden Holzbrett neben einer Tasse Kaffee und Mandeln, mit und ohne Schale, von oben.

4 italienische Kuchen-Rezepte zum Schlemmen und Genießen

Eine Nummer größer sind die Spezialitäten der vier am Meer liegenden Regionen Toskana, Emilia-Romagna, Latium und Apulien. Neben einem Stück Küste teilen sich diese vier Regionen auch die Liebe zu Kuchen. Erkunde mit diesen italienischen Dessert-Rezepten die kulinarische Seite der kultur- und geschichtsträchtigen Gegenden um Florenz und der Hauptstadt Rom. Lerne mehr über die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der großen Regionen am Adriatischen Meer und wie man sie in süße Meisterwerke verwandeln kann:

5 italienische Desserts für besondere Anlässe

Gefeiert wird überall in Italien gerne, genauso wie gegessen. So werden diese beiden Punkte natürlich häufig zusammen gebracht. Wenn es etwas zu feiern gibt, kommt auch was Besonderes aus der Küche in den Magen. In dem katholischen Land ist dies zum einen besonders in der Weihnachtszeit der Fall. Aus der ligurischen Hauptstadt Genua soll das italienische Weihnachtsbrot, das Panettone, stammen. Nur heißt es hier Pandolce Genovese und hat seine ganz eigenen Zutaten und Traditionen. In der Lombardei wird zu Weihnachten gerne der italienische Nougat verschenkt. Was dieser mit dem Turm der lombardischen Stadt Cremona und einer Hochzeit im Mailänder Adel zu tun hat, kannst du im Rezept nachlesen.

Vor der Fastenzeit wird der Genuss von Süßem gerne noch einmal voll ausgenutzt. Besonders von frittiertem Süßen. Ob ein einfacher Teig oder Früchte: Frittiert und mit Honig und/oder Zucker übergossen und bestreut, schmeckt alles gleich viel besser. Schnell zubereitet und gut mit den Händen essbar sind die frittierten Köstlichkeiten aus Molise und Südtirol perfekt geeignet für die chaotische Fastnachtszeit in Italien.

Neben diesen international geläufigen christlichen Feiertagen haben viele Orte in Italien noch ihre ganz eigenen Festlichkeiten. Zum Beispiel zu Ehren eines Schutzheiligen, wie es in Perugia, der Hauptstadt Umbriens der Fall ist. Jedes Jahr zelebriert die gesamte Stadt am 29. Januar den Märtyrer San Constanzo mit Umzug, Schauspiel und selbstverständlich Essen. Überall gebacken und verkauft werden um diese Zeit ringförmige Hefegebäcke, die mit Rosinen und kandierten Früchten gefüllt sind. Das Gebäck trägt den Namen Torcolo und soll die Feier zum Tode des Heiligen versüßen.

Der traditionelle Kuchen Torcolo aus Umbrien aufgeschnitten mit zwei Stücken, deren Inneres mit kandieren Früchten man sehen kann, auf einem verzierten Teller von oben.
Der Torcolo aus Umbrien wird traditioneller Weise am 29. Januar, am Tag des Stadtheiligen Sankt Constanzo, zubereitet. © Getty Images/ Dmitry_Nikolaienko

4 außergewöhnliche italienische Desserts, die du ausprobieren musst

Nach den Klassikern, Keksen, Kuchen und Feiertagsgebäcken aus insgesamt 16 verschiedenen Regionen Italiens widmen wir uns abschließend einer kleinen Auswahl an weniger bekannten und konventionellen italienischen Desserts. Durch den (mehr oder weniger freiwilligen) regen Austausch mit anderen Kulturen, Völkern und Küchen zeigen die letzten vier Regionen eine weitere wichtige Seite Italiens, die über die noch nicht allzu lange bestehende Grenze des Landes hinausblickt und viele kulturelle Einflüsse vereint. Egal ob Grenzregion mit komplizierten Namen und noch komplizierterer Geschichte wie Friaul-Julisch Venetien; ob geprägt durch Austausch mit anderen Ländern wie Kampanien, ausgezeichnet mit viel Flexibilität wie Marken oder ob zentrale Insel mit vielen verschieden wechselnden Bewohnern wie Sardinien: Die letzten Desserts zeigen, wie die Italiener das Beste aus ihren Umständen machen und so immer wieder Neues kreieren.


Das waren sie also, die 20 italienischen Desserts aus den 20 Regionen Italiens. So hast du 20-mal die Möglichkeit, die italienische Küche und das Land neu zu entdecken und zu feiern. Begib dich nach dem Lesen dieses Artikels also nun wirklich auf die Reise und vervollständige dein theoretisches Wissen mit deinen praktischen Erfahrungen!

Buona fortuna e buon appetito!

Übrigens: Unsere Rezepte gibt’s auch in der App – einfach downloaden!

Übrigens: Unsere Rezepte gibt’s auch in der App – einfach downloaden!